Implantologie

High-Tech für Ihre Zähne: Alles Wichtige zur Behandlung mit Zahnimplantaten

Implantataufbau

Es gibt verschiedene Formen von Implantaten, die jeweils unterschiedlich mit dem Knochen verwachsen. Seit den 1930er Jahren werden Experimente mit verschiedenen Implantatformen durchgeführt. In den 1970er und 80er Jahren setzten sich schließlich die heute verwendeten, rotationssymmetrischen Schrauben- und Zylinderformen durch.

Implantate bestehen aus drei Bereichen: Der Implantatkörper bildet die Basis des Implantats und ist tief im Kieferknochen verankert. Darauf aufsetzend liegen der Implantathals (im Bereich der Mundschleimhaut) sowie - meist freiliegend - der Implantatpfosten. Er nimmt später den Zahnersatz auf.

Wir unterscheiden zwischen ein- und mehrteiligen Implantaten:

  • Bei einteiligen Implantaten ragt der Implantatpfosten nach dem Einsetzen durch die Schleimhaut in die Mundhöhle.
  • Bei mehrteiligen Implantaten wird das Implantat zunächst wieder mit der Schleimhaut verschlosse und nach der Einheilzeit freigelegt. Dadurch ist die Belastung während der Einheilzeit sehr gering. Für den Implantatpfosten stehen verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung. Die einzelnen Teile mehrteiliger Implantate werden miteinander verschraubt.


Herstellung von Implantaten

Bei der Herstellung von Implantate kamen im Laufe der Zeit verschiedenste Materialien wie Chrom, Molybdän und Kobalt zum Einsatz. Der Schwedische Anatom und Histologe Branemark entdeckte in den 1960er Jahren zufällig die Eignung des Materials Titan. Aufgrund der guten biokompatiblen Eigenschaften und der guten Verwachsung des hochreinen Titans mit dem Knochen hat sich dieses Material heute durchgesetzt. Moderne Implantate bestehen aus Reintitan mit aufgerauter Oberfläche. Seit einigen Jahren finden auch Kermikimplantate, insbesondere Zirkonoxid-Keramiken, Verwendung.